European Culture Commonwealth EuCuComm 2020

Einführung

Die Nutzungsänderung der Kirchen in Europa

Im Jahr 2019 wurde auf Initiative der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde in Lubań/Lauban und der Zweigstelle des Schlesischen Denkmalpflegeverbandes die Idee geboren, eine internationale wissenschaftliche Konferenz ins Leben zu rufen. Der kulturelle Reichtum der Geschichte der Oberlausitz und Niederschlesiens inspiriert zu einer umfassenden wissenschaftlichen Erforschung der Komplexität dessen, was heute noch vorhanden ist. Dieses kulturelle Erbe hat nicht immer überlebt, aber es fehlt nicht an Beispielen für sein Überleben. Unabhängig von der historischen Epoche, aus der sie bis heute erhalten geblieben ist, lohnt es sich, diese Frage im zeitgenössischen sozialen und kulturellen Kontext aufzugreifen. Daher werden unter dem gemeinsamen Thema der Europäischen Kulturgemeinschaft – European Culture Commonwealth – jedes Jahr die nächsten Ausgaben dieser Konferenz stattfinden. Im Jahr 2019 war die erste Ausgabe den Grenz- und Zufluchtskirchen, ihrer Entstehungs- und Transformationsgeschichte gewidmet.

(Ideeller) Hintergrund

Religiöse und gesellschaftlich-politische Ereignisse bildeten nicht nur den Hintergrund der Entwicklungen in Architektur und Kunst, sondern führten solche Entwicklungen auch herbei und beeinflussten auch die Richtung ihrer Entwicklungen.

Die Kunst, besonders aber die Architektur, diente als Mittel zum Transfer von Ideen und zu ihrem Verständnis. Sie führte oft zu einer Änderung ihrer Rezeption und wurde dadurch ein stummer Zeuge der ganzen Vielschichtigkeit dieses Prozesses.

Um Kunst richtig zu verstehen, muss man den geschichtlichen Kontext ihrer Entstehungszeit berücksichtigen.

Das Besondere von Architekturdenkmalen ist die Materialisierung menschlicher Ideen, durch die durch Jahrhunderte ein Zeichen gesetzt worden ist.